Binance verschärft ab dem 1. November Krypto-Transfers aus Brasilien

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vor 6 StundenQuelle: crypto.news
Binance verschärft ab dem 1. November Krypto-Transfers aus Brasilien

Binance hat neue Prüfungen für grenzüberschreitende Krypto-Transfers mit brasilianischen Nutzern ab dem 1. November angekündigt, die Transaktionszwecke und Informationen zur Gegenpartei erfordern, bevor einige Ein- und Auszahlungen bearbeitet werden können.

Zusammenfassung

  • Binance wird von brasilianischen Nutzern ab dem 1. November die Angabe von Überweisungszwecken und Details zur Gegenpartei verlangen.
  • Auszahlungen können ohne die erforderlichen Informationen nicht eingereicht werden, während einige eingehende Einzahlungen vorübergehend ausstehend bleiben können.
  • Transfers zwischen in Brasilien ansässigen Personen bleiben unverändert, während internationale Transfers unter die Devisenmelderegeln fallen.
  • Transfers über 50.000 US-Dollar erfordern einen von 96 Zweckcodes anstelle der vereinfachten Liste mit zehn Codes.
  • Eine Obergrenze von 100.000 US-Dollar pro Transfer gilt, wenn ausländische Gegenparteien keine Zulassung im brasilianischen Devisenmarktrahmen haben.

Binance erklärte, dass die Änderungen auf die Resolution BCB Nr. 521/2025 folgen, die internationale Transfers virtueller Vermögenswerte in den brasilianischen Devisenrahmen einbezog und neue Meldepflichten für Krypto-Dienstleister schuf.

Die Anforderungen gelten für Einzelpersonen und Unternehmen, die Binance in Brasilien nutzen, wenn Krypto zwischen einem in Brasilien Ansässigen und einem Nichtansässigen bewegt wird. Die Überweisung von Vermögenswerten auf das eigene Konto eines Nutzers bei einer ausländischen Börse gilt gemäß der Regel als internationaler Transfer. Transfers zwischen zwei in Brasilien ansässigen Personen sind nicht betroffen.

Binance-Nutzer müssen erklären, warum Krypto ins Ausland bewegt wird

Ab dem 1. November müssen brasilianische Nutzer, die internationale Krypto-Transfers über Binance durchführen, den Zweck der Transaktion angeben und die Art der Gegenpartei identifizieren, die die Vermögenswerte erhält oder sendet.

Binance erklärte, dass Nutzer möglicherweise bis zu drei Informationen bereitstellen müssen. Die erste ist der Zweck des Transfers. Die zweite identifiziert die Gegenpartei als Einzelperson, Unternehmen, Bank, Börse, Investmentfonds, gemeinnützige Organisation oder eine andere Kategorie. Unternehmenskonten müssen angeben, ob das andere Unternehmen zur selben wirtschaftlichen Gruppe gehört.

Zweckcodes stammen aus Klassifizierungen, die von der brasilianischen Zentralbank festgelegt wurden. Beispiele umfassen Transfers zwischen eigenen Konten einer Person, Zahlungen für Waren, IT-Dienstleistungen, Unternehmensdienstleistungen, Spenden und internationale Reisen. Binance sagte, dass die gewählte Kategorie dem tatsächlichen Grund der Transaktion entsprechen muss, da die Informationen an die Aufsichtsbehörde gemeldet werden.

Die Anzahl der verfügbaren Kategorien hängt von der Transaktionsgröße ab. Transfers im Wert von 50.000 US-Dollar oder weniger, oder dem Gegenwert in einer anderen Währung, verwenden eine vereinfachte Liste mit 10 Zwecken. Transaktionen über 50.000 US-Dollar erfordern, dass Nutzer aus der vollständigen Liste von 96 Klassifizierungen wählen.

Die Schwelle von 50.000 US-Dollar gilt für jeden Transfer. Oberhalb dieses Betrags gibt es laut Binance keine generische Kategorie „Sonstiges“, was bedeutet, dass Nutzer die Klassifizierung auswählen müssen, die am besten zur Transaktion passt.

Brasiliens Resolution 521 verlangt die Meldung von Informationen wie Transaktionsdatum, Zweck, ob Krypto ins Land gelangte oder es verließ, Kundenidentifikation, Art und Menge des Vermögenswerts, Wert in brasilianischen Real, der ausländische Zahler oder Empfänger, Land und Beziehung zum Kunden.

Fehlende Informationen können Auszahlungen stoppen

Binance wird die Einreichung einer internationalen Auszahlungsanforderung erst zulassen, wenn der erforderliche Fragebogen ausgefüllt wurde.

Bei Einzahlungen aus dem Ausland erklärte die Börse, dass Gelder ausstehend bleiben können, während Binance auf die angeforderten Informationen wartet. In bestimmten Fällen kann die Transaktion an ihren Absender zurückgesendet werden, wenn die erforderlichen Details nicht bereitgestellt werden.

Die Anforderung gilt für jede internationale Ein- und Auszahlung. API-Nutzer sind ebenfalls betroffen, wobei Binance aktualisierte Endpunkte mit den zusätzlichen regulatorischen Feldern verlangt. Institutionelle und VIP-Kunden erhalten separate technische Anweisungen.

Nutzer, die Krypto auf ein Konto überweisen, das sie bei einer ausländischen Börse besitzen, müssen sich selbst als Gegenpartei identifizieren. Binance sagte, dass das Zweckfeld dann automatisch als Transfer zwischen Konten derselben Person eingetragen wird, sodass der Kunde die Erklärung nur noch bestätigen muss.

Transfers involving self-hosted wallets owned by the Binance customer receive different treatment. Users do not need to provide a purpose when moving assets to or from their own self-custody wallet, but they must confirm ownership. Binance will still report the transaction to Brazil’s central bank under a separate category.

Brazil’s separate $10,000 self-custody reporting rule took effect on Oct. 1 for qualifying transfers. That framework concerns anti-money-laundering reporting and should not be confused with Binance’s Nov. 1 purpose-code requirement for international transfers.

Some international transfers face a $100,000 cap

Brazilian rules place another condition on transfers involving foreign counterparties that are not authorized to operate in Brazil’s foreign exchange market.

Resolution BCB No. 277, as amended by Resolution 521, limits an international virtual-asset payment or transfer to the equivalent of $100,000 per transaction when the counterparty is not an institution authorized in Brazil’s FX market.

The limit is not a blanket $100,000 ceiling on every international crypto transfer. Its application depends on the status of the institution or entity on the other side of the transaction.

Binance said foreign exchanges available for transfers will appear in a drop-down menu after being assessed under central bank requirements. A platform that does not appear on the list can be submitted to customer support for review, but Binance said inclusion remains subject to internal analysis.

Central bank rules require Brazilian virtual-asset providers dealing with a foreign crypto service company to check whether the overseas firm is subject to effective prudential and conduct supervision. When the foreign jurisdiction does not apply such requirements, the Brazilian provider must document its own risk assessment before conducting business with that firm.

The new transfer procedure sits within Brazil’s expanding regulatory framework for crypto companies. In related coverage, Brazil’s new capital and licensing rules for crypto firms require providers to meet governance, risk-management and prudential standards as supervision moves closer to the framework used for brokers and financial institutions.

The Nov. 1 rules are separate from the Travel Rule

Binance has stressed that the November transfer questionnaire is not Brazil’s crypto Travel Rule.

The exchange stated that Travel Rule requirements will follow a different phased timetable, with domestic transfers scheduled for implementation in 2027 and international transfers in 2028. Binance said separate notices will cover those requirements.

Resolution 521 instead deals with the treatment of certain virtual-asset activities inside Brazil’s foreign exchange and international capital framework. The central bank classifies a crypto transfer as international when ownership changes between a resident and non-resident, between two non-residents, or when the same person sends or receives their own assets across Brazil’s border.

Brazil has separately limited the use of crypto inside its regulated electronic foreign-exchange payment channels. virtual assets cannot settle transactions inside Brazil’s supervised eFX payment system, although the measure does not prohibit ordinary crypto transfers through exchanges or wallets.

Binance said information gathered through its new international-transfer questionnaire will be sent to Brazil’s central bank in monthly regulatory reports. The exchange has not said the Nov. 1 change will halt ordinary trading or domestic crypto transfers between Brazilian residents.

The company said further details about the “transfer of operations to Brazil” will be provided in the coming days. Its Oct. 2 notice did not give additional details on that process.